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Kennt Ihr das? Karfreitag fühlt sich merkwürdig an, nicht?
Ich versuche jeden Karfreitag herauszufinden, was an diesem Tag anders ist als an den anderen Freitagen im Jahr.
Es ist immer dasselbe: Ich komme zum Schluss, dass an Karfreitag tatsächlich etwas Heftiges, nicht Beschreibliches passiert sein muss.
Glaubt Ihr an Gott? Wenn ja, vielleicht wisst Ihr, was ich meine.
Glaubt Ihr nicht an Gott? Spürt Ihr da doch etwas?
Ich bin mit Gott "groß" geworden, meine Mutter hat mir immer von Jesus Christus und von Gott erzählt.
Bis ich ab einem gewissen Alter mich von Gott für einige Jahre abgewendet hatte. Trotzdem spürte ich auch in dieser Zeit an diesem Gedenktag
etwas, das ich Respekt vor etwas, das ich nicht beschreiben kann, nenne. Ich achtete diesen Tag, weil ich spürte, dass da was ist, was mir heute im Herzen schmerzt.
 Und in dieser Zeit des Heute hat mich Gott aufgehoben, mich in Seine Hand genommen und mein Herz mit Seiner Liebe durchleuchtet.
Ich glaube an Gott. Also, mein Glaube heißt nicht "ahnen", auch nicht nur "ich weiß von Ihm", sondern noch mehr: Ich glaube, das heißt, mehr als wissen.
Noch vor einigen Jahren dachte ich nicht daran, das zu schreiben, was Ihr gleich lesen werdet:
Ich glaube, dass Jesus Christus am Kreuz gestorben ist und dass dabei der Sinn dahinter liegt, zwischen uns Menschen und Gott, unserem Himmlischen Vater, den - von Paulus genannten -
neuen Bund zu schließen, auf dass wir mit Ihm, der unendlichen, nie versiegenden Liebe, auf Ewigkeit verbunden sind.
Das bedeutet für mich im Erkennen der darinliegenden Tiefe, dass ich durch Jesus Christus eine Freiheit erhalten habe, in der die Liebe unendlich ist.
Weil Gott unendlich, ewig und die Liebe ist. Das hat Jesus stets betont, dass wir das ewige Leben erhalten und Seine ewige Liebe erfahren dürfen - durch Seinen Tod.

Ich stelle mir gerade vor, ich lebe in der Zeit um 30 n. Chr. und wäre ein Jünger (also, eine Jüngerin). Er ist am Kreuz hingerichtet worden.
Verzweiflung ist unter all Seinen Jüngern, weil sie wirklich an Ihn geglaubt hatten. Sie sahen Seine Wunder, sie sahen Seine Worte. Sie glaubten!
Am dritten Tag der Verzweiflung fangen erneut Wunder an, die von Ihm kommen. Er erscheint Maria Magdalena, die Ihn zunächst nur als Gärtner erkennt, bis
Er ihren Namen ausspricht.
Er erscheint Seinen Jüngern, die nach Emmaus wandern, sie erkennen Ihn nicht, bis Er am Ziel das Brot bricht und in dem Moment entschwindet, als sie Ihn erkannt haben.
Aber Er erscheint wieder: Thomas, dem Ungläubigen, der in seinem Glauben an Ihn so erschüttert ist, dass er sehen muss, um wieder zu glauben.
Geht das uns nicht auch oft so? Wir müssen sehen, bevor wir es glauben können ...
Und Jesus erscheint ihm und zeigt ihm Seine Hände. Er lädt ihn ein, Seine Wunde an Seiner Seite zu berühren.
Thomas bekommt den Glauben wieder zurück geschenkt.
Welch Güte dahinter steckt, welche Liebe Er damit ausstrahlt. Keine Ermahnung wie "du hast nicht mehr an mich geglaubt", nein, wahre, ehrliche, leuchtende Liebe.
Jesus Christus ist für mich ans Kreuz gegangen, um für mich zu sterben. Weil Er mich durch die Liebe Gottes von Schuld und Sünde befreit hat, damit ich die Freiheit, Seine Liebe, erhalten, erfahren darf.
Und Er ist für Dich und für Sie und für Euch und für jeden von uns gestorben und auferstanden, damit wir alle Seine Liebe erfahren dürfen.
Er will Dich in Seine Arme nehmen und Dich einfach umarmen, wie ein Vater sein, eine Mutter ihr geliebtes Kind umarmen will, um zu zeigen "ich liebe Dich!"

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