Jesus geht auf dem Wasser
Gleich danach befahl Jesus seinen Jüngern, wieder ins Boot zu steigen und über den See nach Betsaida zu fahren, während er inzwischen die Menschen nach Hause entließ (Anm. des Webmasters: Zuvor hatte Jesus das Wunder vollbracht, Brote und Fische für fünftausend Menschen zu vermehren). Dann ging er allein auf einen Berg, um zu beten.
In der Nacht befanden sich die Jünger in ihrem Boot mitten auf dem See, und Jesus war allein an Land. Er sah, dass sie in ernster Gefahr waren und mühsam gegen den Wind und die Wellen ankämpften. Gegen drei Uhr morgens ging er über das Wasser zu ihnen. Er wollte an ihnen vorübergehen. Doch als sie ihn auf dem Wasser gehen sahen, schrien sie vor Entsetzen, denn sie hielten ihn für ein Gespenst.
Sie waren zu Tode erschrocken, als sie ihn sahen. Doch Jesus sprach sie sofort an. "Erschreckt nicht!", sagte er. "Ich bin es. Habt keine Angst." Dann stieg er ins Boot, und der Wind legte sich. Sie staunten über das, was vor ihren Augen geschah. Sie hatten immer noch nicht begriffen, was das Wunder der Brotvermehrung bedeutete, denn ihre Herzen waren verhärtet, und sie glaubten nicht.
Als sie auf der anderen Seite des Sees in Genezareth ankamen, machten sie das Boot fest und stiegen aus. Sofort erkannten die Menschen Jesus. Sie liefen und holten die Kranken aus der ganzen Gegend und trugen sie auf Matten zu ihm. Überall, wo er hinkam - in Dörfern, Städten und draußen auf den Gehöften -, brachten sie die Kranken auf die Martkplätze und baten ihn, sie nur den Saum seines Gewandes berühren zu lassen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.
Markus 6, 45- 56
Erkennt Ihr, was in dieser Geschichte vorgefallen ist? Jesus hat Wunder getan, doch die Jünger, die Jesus auserwählt hatte, weil Er in ihnen das Potential erkannte, glaubten nicht das, was sie gesehen hatten!
Wie oft höre ich Menschen sprechen, 'ich glaube nicht an Gott. Ich glaube nur das, was ich sehe.' Und wenn man etwas Unglaubliches sieht, kommt nach einiger Zeit des Einwirkens dieses Wunders der Verstand her und sagt, das geht doch nicht!
Und doch hat Jesus größtes Verständnis für Seine Anhänger: Anstatt weiter zu gehen (Jesus wollte ja am Boot vorbei, weil Er sah, dass seine Jünger auch ohne Seine Hilfe zurecht kamen? Wollte Er schnell zum Volk hin? Wollte Er sie im Sturm 'allein' lassen, um ihren Glauben zu festigen?), stieg Er in das Boot und stillte den Sturm. Und wieder konnten es die Jünger nicht glauben - obwohl sie seit ihrem Zusammensein mit Jesus so viele Wunder von Ihm sahen...
Aber das Volk, das in den frühen Morgenstunden anwesend war, erkannte den, der die Wunder macht, und glaubten, alleine nur durch das Hörensagen! Es brauchte nicht zu sehen. Es holte ihre Angehörige und Freunde, die Schmerzen hatten und Jesus heilte sie.
Was ist Glaube? Es hat etwas mit dem Herzen zu tun! Die Herzen der Jünger waren verhärtet und konnten nicht glauben, heißt es.
Ich stelle mir immer wieder Fragen, die auf uns alle übertragbar sein dürfen: Ist mein Herz weich? Liebe ich voller Vertrauen durch meinen Glauben?
Jesus ging nach dem Wunder der Speisung der Fünftausend in die Abgeschiedenheit und betete zu Seinem Vater; Er ruhte sich aus und sammelte Kraft; Kraft für Seine Kraft im Glauben.
Im Sturm zu Dir
Unten, oben
Herr, was sage ich Dir im Gebet
soll ich schreien oder weinen
wieder liegen oder widerstehen?
Herr, was kann, was soll, ich komm vor Deinen Thron
was muss hier passieren?
Ich brauch ein Wunder, Jesus Christus
und Wunder kommen immer nur von Dir
Ich bin im Sturm aus meinem Boot gestiegen und versinke fast
ich komm über' s Wasser angelaufen doch meine Knie sind schon nass
doch Du reichst mir Deine Hand und ziehst mich hoch - zu Dir
Im Sturm zu Dir
Ungeduld und Sorgen, was ist Morgen
das Wasser steht mir bis zum Hals
der teufel flüstert mir ins Ohr
Du wirst erfrieren
die Fluten sind zu kalt
doch Herr, ich weiß, Dein Wort wir mich befreien
der teufel, er muss fliehen
muss schließlich mit den dunklen Wolken
mit dem Sturm aus meiner Seele weiterziehen
Ich bin im Sturm aus meinem Boot gestiegen und ertrinke fast
ich seh Dich auf dem Wasser gehen, hab den Weg nicht ganz geschafft
doch Du reichst mir Deine Hand und zeihst mich hoch - zu Dir
Im Sturm zu Dir
Im Sturm zu Dir
Im Sturm zu Dir
Text: Mark Rosenbrock + Jens Böttcher; Musik: Mark Rosenbrock
"Im Sturm Zu Dir" auf
parousia
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Glaube Liebe Hoffnung