Verzeihung, sollte ich Ihnen mit dieser Frage zu nahe treten:
Glauben Sie an Gott - oder an ein höheres Wesen?
Ja?
Das ist schön, das freut mich für Sie! Und das erleichtert mir einiges, meine unten folgenden Gedanken auszuführen - hoffe ich.


Und Sie?
Nein? Jein? Vielleicht - Sie wissen es nicht so genau? Ja, nein, es könnte sein, dass es einen Gott, ein höheres Wesen gibt?
Es wäre aber trotzdem sehr freundlich von Ihnen, wenn auch ich Ihnen meine Gedanken darlegen dürfte.

Eine kleine Anmerkung vorab: Wenn Sie im nachfolgenden Text Christen lesen, meine ich natürlich Anhänger des christlichen Glaubens. Aber bitte fühlen auch Sie sich angesprochen, wenn Sie sich einer anderen Religion zugehörig fühlen und den Wert ihrer Botschaft verstanden haben! Vielleicht gibt es in Ihrer Umgebung genau die selben Schwierigkeiten, die ich an Hand einiger Beispiele beschreiben möchte. Gleichzeitig sei aber gesagt, hier sei niemand ausgeschlossen, jeder darf sich - wenn er es spürt - angesprochen fühlen!




Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst
(5. Mose 6, 4- 5, 3. Mose 19, 18, Mt. 22, 37 - 40, Mk 12, 30 - 31, Lk 10, 27 - 28)




Wenn Sie das hier lesen und nichtgläubig oder Sie Christ sind, vielleicht verstehen Sie mich, in welcher schweren Situation ich mich gedanklich befinde.


Menschsein - eine Herausforderung



Es wurde uns nie gesagt, dass Menschsein leicht wäre. Mensch zu sein ist schon ganz schön anstrengend. Man kämpft mit sich, man scheint mit und gegen seine Mitmenschen um körperlichen, geistigen, geistlichen Raum und Platz in der Welt zu kämpfen, versucht seine Seele, sein Herz ruhig zu halten, bis der Mensch einfach auch mal auf den Tisch haut... um sich vielleicht im Nahhinein darüber zu ärgern, dass er sich hat gehen lassen.

Menschsein ist etwas, das anstrengend ist, aber auch eine große Herausforderung bedeutet!

Ich bin ehrlich gesagt sehr froh darüber, dass ich ein Mensch sein darf und nicht ein Grashüpfer oder ein Braunbär. Dadurch habe ich einige größere Gelegenheiten mich, mein Herz, meine Seele im und durch das Leben zu schulen - natürlich lernen auch Grashüpfer oder Braunbären... aber geistig und geistlich gesehen machen Menschen doch schon etwas größere Fortschritte... oder?


Mir sind viele Menschen bekannt. Mit einigen von ihnen habe ich oft über Gott und Glauben, über ein höheres Wesen gesprochen, argumentiert, dabei konnten wir uns wunderbar austauschen. Dabei kamen wir immer wieder zu einem Punkt, der uns allen gemeinsam war - waren es Nichtchristen - also Gläubige aus anderen Religionen -, Atheisten oder Agnostiker: Die Lehre von Jesus Christus ist eine Kultur, die den Menschen den Umgang mit sich und anderen erleichtert. Hinzu kommen Gedanken, dass in allen Religionen der Geist dieser Lehre steckt *. Das lässt für mich den Schluss zu, dass Gott uns alle Menschen liebt!

*Natürlich möchte ich dabei aber den Höhepunkt des christlichen Glaubens nicht außer Acht lassen, der diesen Glauben von anderen doch eine Nuance Unterscheidung schenkt: Das Leben, der Tod und die Auferstehung von Jesus Christus und der hoffnungsvolle, freudige Glaube an das ewige Leben durch Ihn.






Christi Lehre ins Leben kultivieren



Nun kommt für mich der schwierigste Teil, in dem ich mich versuche auszudrücken, was ich nicht verstehen kann.
Ich möchte am besten mit einem positiven Gedanken beginnen.

Christen sind Menschen. Sie sind menschlich. Sie haben Fehler, wie ich, wie Sie, wie der Nachbar von Ihnen oder von mir.
Es gibt Christen, die haben das höchste Gebot verstanden und verstehen es in ihr Leben einzubinden - manchmal mit Erfolg, manchmal mit Misserfolg - sie sind Menschen. Ich bewundere diese freundlichen Menschen, die mit ihrer ganzen Liebe im Herzen ihres nächsten Menschen sind - den Menschen so lassen, wie er ist, ohne ihn zu verbessern, zu kritisieren, weil er so ist, wie er ist (eben Mensch), ohne ihn zu ermahnen, und ihn doch ermutigen, sich zu entfalten; welch große Bedeutung kommt aber dem Verständnis zu, wenn ein Mensch einen anderen versteht! Und eines kommt noch ganz bewusst hinzu: Die Vergebung, die diese Menschen bereit sind zu geben!

Das ist für mich Christsein.
Für Menschen da zu sein, sie zu unterstützen, sie zu ermutigen, helfen, ihr Potential zu entfalten, Gott noch näher zu kommen (liebe Nichtgläubige... Gott kann man auch mit Liebe gleichsetzen... also, darf ich Ihnen sagen: der Liebe noch näher zu kommen), indem wir Menschen unser Herz öffnen; so kann Liebe und Vergebung ein Netz unter den Menschen aufbauen, so kann Liebe weiter gegeben werden... welch ein Reichtum Liebe in sich birgt!


Wie leicht ist es freundlich zu sein, wenn Ihr Gegenüber freundlich zu Ihnen ist?
Wie schnell freundet man sich an, wenn man in sich und in dem anderen gleichermaßen Offenheit wahrnimmt?
Wie leicht ist es, jemanden zu umarmen, der gut riecht oder der einem das Herz berührt hat?
Wie leicht ist es, ein Lächeln zu schenken, wenn man selbst eines geschenkt bekommt?


ein Lächeln



Worte auswendig gelernt - aber mit dem Herzen verstanden? Mit dem Menschen in Einklang gebracht?



Wie schwer ist es, Christen zu verstehen, wenn allein nur ein Repräsentant meines Glaubens die Bibel wortwörtlich rezitieren kann, ohne sich auch nur einmal zu versprechen. Dabei hat er die Worte der Bibel für sich persönlich, auf sein Leben zu geschnitten, für sich passend ausgelegt. Das ist völlig in Ordnung, das tuen wir alle, wenn wir einen Text lesen. Mir ist nur eines ganz klar, ich darf niemals meinen, dass ich mit meiner Bibelauslegung die Weisheit mit Löffeln zu mir genommen habe, um sie dann anderen aufzuzwängen, weil ich meine, das Recht dazu zu besitzen.

Wissen Sie, lieber Atheist, lieber Nichtgläubiger, ich kann Sie sehr gut verstehen, wenn Sie auf diesen 'weisen' Ausdruck des Göttlichen im Menschen blicken und sich fragen, ist das wirklich der Ausdruck Gottes, und ich frage mich, wollte das Jesus Christus von uns?
Wenn ein nur mit weisen Worten vollgestopfter Mensch auf Sie zukommt und Ihnen vermitteln will, dass Sie auf dem falschen Weg sind, weil Sie Gott nicht anbeten oder Sie Ihr Leben Jesus Christus nicht sofort übergeben haben... Das schreckt doch zunächst völlig ab... mich tut es das jedes Mal, und ich frage mich dann, wo ist da die Liebe? Wo ist da die Nächstenliebe, von der Jesus Christus gesprochen hat?

Ich glaube, dass es für die Menschen nicht immer leicht ist, das, was uns Jesus an Lehre und Weisheiten geschenkt hat, umzusetzen, geschweige denn die Auslegung seiner Worte, seine Botschaft in die Welt zu tragen... manche Menschen fühlen die Liebe Gottes in ihrem Herzen, können aber Liebe nicht nach außen tragen, weil sie vielleicht schwere Verwundungen in sich tragen, die keiner sehen darf, noch nicht einmal sie selbst. So ist Jesus Christus der Zufluchtsort, in dem Heil gefunden wird - doch, glauben Sie mir, nicht alles ist sofort und sogleich besser und schöner, wie es immer wieder Christen propagieren. Das ist aber ein anderes Thema.

Es mangelt aufgrund der versteckten Schmerzen aber an dem Verstehen, was die christliche Lehre an sich bedeutet! Und es wird versucht, so gut wie möglich alle Gesetze, die Gott uns je gegeben hat, einzuhalten... da geraten Menschen jeglicher Couleur unter einen heftigen Leistungsdruck, der von Gott niemals verlangt worden ist!
Das Höchste Gebot: "1. Liebe Gott mit deiner ganzen Seele, deinem ganzen Herzen, deinem ganzen Geist, - und die zwei folgenden Teile sind dem ersten gleich [sic] - 2. Liebe deinen nächsten 3. wie dich selbst" ist unmöglich für einen normalsterblichen Menschen komplett zu erfüllen, aber wir dürfen es versuchen! Gott hat uns nicht dazu gezwungen, es einzuhalten, Gott hat es uns angeboten, zu versuchen, es zu leben! Gott bittet uns dennoch um eines: An Ihn zu glauben - mehr erhofft Er selbst möglicherweise erstmal nicht...

Und wenn ich mein Bild beschreiben darf: Gott blickt zu uns Menschen, Jesus steht neben Ihm... und beide wünschen sich, z. B. von mir, dass ich den Himmlischen Vater und Jesus wahrnehme... wissen Sie warum? Weil Gott und Jesus mich lieben (äh, Verzeihung, Sie natürlich auch!!) und Sehnsucht nach mir haben... das tut gut zu wissen, und fühlt sich gut an!

Um kurz bei meiner persönlichen Erfahrung zu bleiben: Gott zu lieben ist gar nicht so schwer... ich habe zwar etwas länger gebraucht, mein Herz für Ihn zu öffnen (weil ich selbst viele Verletzungen von Christen, aber auch von anderen Menschen davon getragen - aber selbst auch darunter litt, dass ich Menschen Schmerzen zugefügt hatte), aber als ich bereit war, Seine Liebe zuzulassen (weil Menschen, die für mich ernstzunehmende Christen - mit viel Humor und Lebendigkeit - sind, gezeigt haben, was Christsein bedeutet), fand ich in mir und in Menschen Vergebung. Da spürte ich, wie wahr alles ist, wie ich jetzt die Bibel verstehe... Sie verstehen schon, auch ich lege die Bibel aus! Da kommt kein Mensch drum herum, Worte mit eigener Wahrnehmung zu verbinden - es kommt aber auf den verantwortungsvollen Umgang mit der Auslegung an.







Damit habe ich Schwierigkeiten!



Wissen Sie, dass es mich sehr traurig macht, wenn die Bibel so ausgelegt wird, wie es gerade am besten passt? Haben Sie neulich die Nachricht gehört, dass Rumsfeld (Sie wissen schon der damalige "Verteidigungs"-Minister unter G.W. Bush, der unbedingt in den Irak militärisch einziehen wollte) auf den Titelseiten der Lageberichte Bibelzitate versehen und so ausgelegt hat, die der naiv, aber scheinbar festgläubige Bush besonders ansprechend gefunden haben musste? Dabei wurde Paulus' Worte des Friedens "umgelegt" in Worte des Krieges. Sind diese - ich betone das absichtlich - Falsch-Auslegungen nicht unverantwortlich gegenüber nicht nur streng gläubigen, sondern überhaupt allen Menschen?






Sicherlich sind alle Grundlagen des christlichen Glaubens - von den 10 Geboten über die Gedanken des Paulus zu den einzelnen Gemeinden hinzu der revolutionären, einzigartigen Bergpredigt Jesu - sinnvoll. Sie vollständig zu leben, bedeutet, mit ihnen im Einklang mit seinem reinen Herzen zu sein, was ja wiederum bedeutet, keine Fehler im Menschsein zu besitzen, also, perfekt zu sein. Sind wir Menschen perfekt?

Ich glaube nicht... oder?

Wenn ich manche Christen beobachte - ohne Bewertung, ohne Verurteilung -, stelle ich eines fest: Sie verlangen von sich meist genauso viel, wie sie von anderen Mit-Christen erwarten (manchmal mehr, manchmal weniger)!

Was ist, wenn sich eine Christin von ihrem Mann trennt, weil sie unter seiner inzwischen veränderten Persönlichkeit lange gelitten hat? Sie keine Möglichkeit mehr hat, weitere Lösungswege zu finden - weil alle schon beschritten worden sind -, zu atmen, sich zu entfalten, ja, mehr richtig zu leben? Womöglich sich in einen anderen Mann verliebt, der auch sein Herz ihr schenken möchte? Endlich eine Befreiung ihrer Situation erlebt und Gott dafür dankt, dass Er ihre Gebete um Lösung und Erlösung erhört hat... auch wenn sie sich ihres Handelns gegenüber ihres Ehemannes völlig bewusst ist und auch Verantwortung dafür trägt.
Wie gehen manche oder viele* Christen damit um? Sie blättern in der Bibel nach und zeigen auf die Gesetze des Ehebruchs, verurteilen die Frau und ihren neuen Mann an ihrer Seite? Weil Paulus das u. a. speziell der Korinther-Gemeinde in einem Brief empfohlen hatte?
*(eine Statistik existiert darüber nicht... und soll es auch nicht)


Nun stehen die Menschen da... und blättern in der Bibel... ich blättere da doch glatt mal mit und stolper über einen Berg, nämlich über die Bergpredigt: Verurteilt niemanden, sagt Jesus Christus. Für alle, die mitblättern wollen: Matthäus 7, Vers 1 bis 6.

Ich sehe die glänzenden Augen mancher Christen, die jetzt auf die Frau schauen und sagen: "Ha, dir ist nichts heilig - Perle vor die Säue... das passt zu dir!", heben den ersten Stein auf und werfen ihn auf sie... weil dieser werfende Christ ohne Sünde ist? Das erschreckt mich zutiefst in meinem Herzen... das ist nicht das wahre Christentum!

Nun kann man mir vorwerfen, dass ich verurteile oder dass ich über meinen eigenen Balken nicht hinaussehen kann. Mit Sicherheit sind das zurecht Argumente. Doch eines kann ich leider dazu sagen. Erlebt wurde dieses Beispiel in ähnlicher Form - und ich denke, dass wir alle so etwas im Alltäglichen von verschiedenen Seiten erleben, ob mit Bibel oder dem Moralapostelbüchlein in der Hand. Vielleicht haben Sie und ich das selbst schon auch einmal erlebt, über andere zu urteilen, ohne den Hintergrund der Beweggründe der betroffenen Person gewusst zu haben.

Verstehen Sie was ich meine? Worin ich mit meinem vielleicht etwas krassen Beispielen, die aber übertragbar sind, meine Schwierigkeiten mit manchen oder vielen Christen habe?
Christen, die den Weg der wahren Liebe, wie sie im 1. Korinther-Brief 13 beschrieben wird, die Jesus Christus uns mit dem höchsten Gesetz geschenkt hat, nicht verstanden haben, greifen nach Gesetzen und blicken nicht in ihr Herz. Sie verurteilen mit Worten - manchmal sogar mit Taten -, und diese können hart wie Stein sein! Sogar Paulus hat einst an die Römer geschrieben:
"Nun, wenn du andere belehrst, warum dann nicht auch dich selbst?"
Der Römer-Gemeinde beschreibt Paulus zudem, was es bedeutet das Gesetz zu befolgen bzw. Jesus Christus nachzufolgen (sprich, in das Herz hineinzublicken, denn Jesus Christus ist die verkörperte Liebe, die aus dem Herzen kommt).






Stellen Sie sich vor, es gäbe keine Sonne!



Wer den Song von Jens Böttcher * kennt, weiß, dass ich nun eine umgekehrte Assoziation aufgestellt habe. Haha... ich hatte gestern angefangen, diesen Text hier zu verfassen und kam auf eine sonderbare Idee, die ich tatsächlich ausgeschmückt hatte. In der folgenden Nacht hatte ich aber sehr merkwürdige Träume bis Alpträume hinsichtlich dieser Ausschmückung, dass ich einfach nur mal einen Gedanken dazu anmerken möchte.

* aus: Reisefieber - erhältlich auf Amazon


Es wäre sehr interessant zu erfahren, was Sie, lieber Nichtgläubige, darüber denken, was nun folgen will. Da unsere Gesellschaft auf christlichen Grundlagen aufgebaut ist, auch wenn wir immer weniger davon spüren, ist die Grundlage vorhanden. Und wir Menschen in der gesamten Gesellschaft und Gemeinschaft bestimmen die Normen und Werte - egal ob industrielle, politische oder mediale Beeinflussung und Manipulation vorherrscht (mmmh, leider lassen sich aber doch recht viele Menschen auf das "vorbildliche" Verhalten unserer Medien, Politiker und Industrielle ein...).

Nun, meine Frage: Stellen Sie sich vor, es gäbe das höchste Gesetz nicht! Keine Nächstenliebe, keine Liebe zu Gott! Für jemanden, der eh nicht an Gott glaubt, nichts neues? Stellen Sie sich vor, es gäbe keine Nächstenliebe! Jeder rennte über die Straße, weil es keine Ampeln mehr gäbe, jeder ließe seinen Gefühlen freien Lauf, keiner achtete mehr auf den anderen.


Stellen Sie sich vor, dass Sie keine sozialen Wünsche mehr erfüllt bekämen! Keine Bestätigung in der Arbeit oder bei Freunden, kein in den Arm genommen werden, keine gemeinsame Gespräche mit Freunden führen, keine Familie mehr haben. Man kann das ja noch ausschmücken... ich werde das jetzt nicht machen und empfehle Ihnen, es auch nicht zu tun!! :0)

Nun muss ich Sie aber doch noch einmal bitten, mir ganz kurz zu folgen: Stellen Sie sich vor, dass Gott - ich gehe davon aus, dass ich Ihnen sagen darf, dass Gott existiert, real ist - auf Liebe verzichtete. Er hätte kein Interesse am menschlichen Herzen, Ihm wäre alles egal...

Wäre es für einen Nihilisten eine Idealvorstellung? Wie geht es Ihnen damit? Mir wird dabei schwindelig - mit beiden Gedanken: Keine Liebe mehr unter den Menschen und keine Liebe mehr von Gott zu uns Menschen und umgekehrt.
Ich denke, dass für alle Menschen es eine Beruhigung sein kann, dass es einen Gott, respektive: Liebe, gibt.

Warum komme ich auf solche Gedanken? Weil es mir manchmal vorkommt, als ob viele Menschen verlernt hätten, das Miteinander zu leben, die Liebe im Herzen zu spüren und weiter zu geben.

Das kennen Sie doch sicherlich auch:
Man lächlt einen Menschen an und bekommt eine bösen Blick zurück. Man hält jemanden die Türe auf, egal ob er schwer zu tragen hat oder nicht... kein Dankeschön. Einigen jungen Menschen scheint Nächstenliebe zu kitschig zu sein. Manchen Erwachsenen ebenso.

Ich kann die Bibel auslegen wie ich es möchte, ich kann Ihnen die Bibel um die Ohren hauen (das mache ich natürlich nicht und wäre weder in Ihrem noch in meinem Sinne!), ich kann die Bibel mir um die Ohren hauen (ist auch nicht in meinem Sinne!), es hilft niemanden, Menschen Liebe auf gewaltätigem Wege bei zu bringen!

Zur Liebe gehört Einsicht. Der Rest folgt von selbst!






Stell Dir vor, es gäb die Sonne




Liebe zu leben, darum geht es! Ins Herz zu blicken, die Liebe, also die Liebe Gottes und Jesu Christi zu spüren und zu erfahren, das Herz sprechen zu lassen, mit dem Herzen zu sehen, mit dem Herzen zu leben und mit dem Herzen seinen Nächsten zu verstehen - verstehen Sie?


Wenn sich der Mensch jeden Tag neu für die Liebe entscheidet, jeden Tag neu sein Leben nach der Liebe ausrichtet, verändert er nicht die Welt, aber doch ein Stück seine eigene und von denen, die seine Welt betreten. Das ist wie der sanfte Flügelschlag eines Schmetterlings - Sie wissen ja, was passiert. Liebe kann niemals wirklich verstanden werden, aber sie kann gelebt, erlebt werden! Sie kann wie ein sanftes Netz über unsere Herzen gespannt werden und die Menschen miteinander verbinden.

Ich wünsche mir, dass manche oder viele Christen weicher und sanfter werden in ihrem Urteil über andere. Ich wünsche mir, dass mehr Menschen diese tiefe Liebe im Herzen entdecken mögen und damit sich und ihren Mitmenschen die Freiheit zum Menschsein schenken. Ich wünsche mir wirklich Frieden auf Erden, damit dies den Menschen ein Wohlgefallen sein möge! Und ich wünsche mir gegenseitige Unterstützung, die auf dieser Liebe basiert - ohne zu überprüfen, wie sehr der andere frei von Fehlern sei!

Wie leicht ist es freundlich zu sein, wenn andere freundlich zu einem sind?
Wie leicht ist es verständnisvoll zu sein, wenn es auch die anderen zu einem sind?


Mögen meine Worte Sie auf Ihrem Weg begleiten - vielleicht blicken Sie heute Abend in den Herzensspiegel und tanzen vor lauter Freude, weil Sie bemerken, dass Sie lieben können!!




Mit Leichtigkeit möchte ich meinen Gedankenartikel beenden:

Sie erinnern sich ganz sicher an diesen Mann hier, der ein Happy End in seinem erzählten Leben erfahren hat:

Ebenezer Scrooge - Protagonist und später Erleuchteter aus "A Christmas Carol" von Charles Dickens



aus: Reisefieber - erhältlich auf Amazon