...ob das jemand versteht...
Diese Nacht habe ich kaum geschlafen, weil mich das Thema zu sehr beschäftigt... ich weiß nicht, was richtig oder falsch ist...
... immer das selbe mit mir.
Dieses Gefühl in mir, das mich blockiert und mir einmal sagt, „so ist es genau richtig, sich so zu verhalten“, und dann gleich oder erst einige Zeit später darauf einen Einspruch einlegt und sagt: „Nein, das kann ja gar nicht richtig
sein, weil...“; aber dann kommt ein erneuter Einspruch der sagt, „nein, völlig korrekt, sich
doch so zu verhalten“... und so weiter, bis ich nach stunden-, tagelangem Denken
so mutig bin, eine Entscheidung zu treffen...
- Ich glaube, das wird auch zum Denken in größeren Zusammenhängen gezählt und natürlich zur langen Entscheidungsphase, was mich
mein Leben lang begleitet und nun einen Namen (HSP) gefunden hat –
... und wenn ich die Entscheidung in die Tat umgesetzt habe... fängt es an, ganz langsam steigt es hoch, noch fühle ich mich sicher in dem, was ich für richtig hielt, bis es plötzlich innerlich explodiert und mich zum
Schwanken, mich zum Einstürzen bringt...
...früher sagte man mir, dass ich doch
einfach die Relation suchen sollte... das tue ich... und es gelingt mir immer
wieder erfolgreich mein Innerstes Gott zu übergeben und dann spüre ich ein inneres Gleichgewicht...
doch es kehrt auch immer
wieder zurück und tut so weh... es ist jedes Mal das gleiche - egal, welches Thema im Alltag, im Leben.
Ich weiß, das klingt behindert und das bin ich wohl auch, was ich liebevoll zu akzeptieren habe.
Immer wieder stoße ich - sei es in Freundschaften oder in Alltagssituationen
- zu solch merkwürdigen Situationen, die mich innerlich zerreißen... diese innere Explosion fühlt sich an, als würde ein Rudel Wölfe über mich herfallen und nicht aufhören, obwohl ich doch schon längst skeletiert bin...
Ich bin einfach zu schnell im Entscheiden... anstatt vier Tage hätte ich mir lieber wohl z. B. 17 Tage, haha, oder 17 Jahre Zeit lassen sollen...
... nun denke ich wieder, dass ich möglicherweise verletzt habe, oder dass ich
mich nicht eindeutig erklärt habe und somit weh tue oder dass ich die falschen Worte gewählt habe (die ich nach so vielem Probieren von anderen Worten und dann eben diese, die ich nun hab stehen gelassen, gedreht und gewendet habe), oder was auch immer in mir hoch kommt, was ich nicht steuern kann.
Ich bin ein ziemlich merkwürdiger Mensch... man schreibt mir Liebenswürdigkeit
und Daseinsberechtigung zu, man sagt mir, wie wertvoll ich bin und auch, dass
ich mich so schön ausdrücken kann - ich finde mich zu mutig, mich zu
entscheiden, anstatt so lange zu überlegen, bis mir graue Haare gewachsen sind
(alle Frauen in meiner Familie mütterlicher Seits haben übrigens alle erst mit
achzig die ersten grauen Haare bekommen... das sind gute Gene)...
.... was hilft mir alles, wenn ich doch nie weiß - im Alltag oder dort, wo ich es wissen sollte -, was richtig oder falsch ist… und das macht mich noch mehr kirre…
Ich habe auf mein Herz gehört, als mir Worte entgegen flogen, die mir sagten, ja niemanden Sorgen bereiten, ich habe auf mich gehört, dass ich mich zurückhalten muss, ich habe alles getan, um einfach richtig zu sein, sogar mit Humor und Witz, und doch fühle ich mich so falsch...
...es ist schon echt lustig, ein Geschenk zu haben, das auch eine Behinderung darstellt.
Ich habe wohl zu akzeptieren, dass ich es mir nicht weg "tränieren" kann, weder mit Gebet noch mit Übung... ich hatte mein lebenlang so gehofft, dass ich mir sicherer werden würde, mein inneres Gleichgewicht finden könnte... doch das ist so nicht möglich... das kehrt immer wieder zurück und nimmt mich so gefangen. Das einzige, was hilft ist, es zu akzeptieren und Menschen zu bitten, nicht nur mich in meiner Begabung, meinem Sein sondern auch diese Last in mir zu sehen, sie ist nun mal ein Teil von mir... und ich versuche mein Bestes, damit umgehen zu lernen... was meist sehr schwer fällt...
Ich habe gelesen, dass es Menschen wie mir, die einen gemeinsamen überbegrifflichen Namen (HSP) haben, immer so ergeht, sie erleben sogar die gleichen Sprüche von ihren
außenstehenden Mitmenschen, die oft oberflächlich z. B. sagen… „hab dich nicht so“ (ich darf und durfte bislang aber auch wunderbares tiefes Verständnis von Menschen erfahren, das tut der geschundenen Seele gut - Danke, Gott, für diese Menschen). Ich wünschte ich würde mich nicht so haben, dann wäre ich wohl einfacher… nicht so kompliziert und schwerfällig, ich bin zwar freundlich in meiner Art - aber doch behindert...
Resümee:
... Gott hat wohl einen Sinn darin gesehen, mich so zu machen...
... Psalm 139...
ein PS für alle: Ich glaube, dass wir Gott für alles, was Er uns eröffnet und schenkt sehr dankbar sein dürfen!
Denn Gott heilt mit Seinen Wegen! Das hat Er schon immer getan! Dafür danke ich Ihm von ganzem Herzen!!