Hier eine Geschichte, die in der Apostelgeschichte (6/7) nachzulesen ist: Stephanus besaß einen tiefen Gottesglauben, der Heilige Geist wirkte total in ihm. Er gehörte zu den sieben Helfern, die von der Versammlung der Gläubigen aller Gemeinden gewählt wurden.
Doch seine Kraft, die von Gott ausging, war stark... so stark, dass Juden mit ihm Streit anfingen und ihn des Lügens bezichtigten; um alles noch zu verstärken, verbreiteten gerade die, die ihn als Lügner bezeichneten, Lügen, Gerüchte über ihn (in der heutigen Zeit würde man von Mobbing sprechen).

Stephanus wurde aus diesen Gerüchten und Lügen heraus verhaftet; doch vor dem Hohen Rat hatte er die Möglichkeit, sich zu rechtfertigen. Der Heilige Geist sprach aus Stephanus heraus, gab ihm den Mut, dem Hohen Rat gegenüber Gottes Wahrheit auszusprechen.
Weil diese Herren des Hohen Rates aber die Wahrheit nicht sehen wollten, beschlossen sie, Stephanus zu steinigen (... wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein...).
In dieser Geschichte hört man auch das erste Mal von Saulus... aus dem Paulus wurde (Apostel 9)

Schon Jesus hatte den Pharisäern das gesagt, was auch Stephanus betonte: Die Scheinheiligkeit der Pharisäer, die vom Glauben sprechen, von anderen die Einhaltung der Gesetze und Gebote verlangen, diese aber selbst nicht einhalten, weil sie sich für zu heilig hielten (Matth. 23, 1 - 36; mutige Worte von Jesus, der mein absolutes Vorbild ist).



Nie Näher


Ich bin ein scheinheiliger Heiliger - ein verarmter Adliger
Ein schleichender Eiliger - ein Lügner, der dir Wahrheit sagt
Ich bin ein heuchelnder Prediger - ein sündhafter Seliger
ein Tröster, der Trost braucht
Ich bin das Denkmal der Törichten - bin ein bildhafter Abgesang auf die schönen Lügen der Welt


Und je weiter ich von Dir weg gehe desto näher bin ich Dir
und wenn ich Dich verliere dann verzehr ich mich nach Dir
Ich suche Deine Nähe doch entferne mich von Dir
und manchmal weiß ich nicht mehr - wo komme ich grade her
war ich je so weit von Dir entfernt ode war ich Dir nie näher?


Ich bin ein bettelnder Königssohn - ich bin das Salz der Erde
ich bin das graue Schaf in einer weißen Herde
Der Unterschied zwischen Gottes Liebe und unserer Religion
ist
Ich bin der Joseph im Kerker - und der Mundschenk der vergisst
dass er da unten verlassen und trostlos alleine
verzweifelt im Dunkeln sitzt


Und je weiter ich von Dir weg gehe desto näher bin ich Dir
und wenn ich Dich verliere dann verzehr ich mich nach Dir
Ich suche Deine Nähe doch entferne mich von Dir
und manchmal weiß ich nicht mehr - wo komme ich grade her
war ich je so weit von Dir entfernt ode war ich Dir nie näher?


Ich bin ein Sünder, der heilig ist - ein David auf dem Dach
ich bin Petrus mit dem Schwert - und ohnmächtig mit aller Macht
Ich bin der Esel der spricht - ich bin der Ton in des Töpfers Hand
der Pharao mit dem verstockten Herzen
auf dem Weg ins gelobte Land, auf dem Weg ins gelobte Land


Und je weiter ich von Dir weg gehe desto näher bin ich Dir
und wenn ich Dich verliere dann verzehr ich mich nach Dir
Ich suche Deine Nähe doch entferne mich von Dir
und manchmal weiß ich nicht mehr - wo komme ich grade her
war ich in Jesu weit von Dir entfernt ode war ich Dir nie näher?
Text und Musik: Jens Böttcher