Auf
Eurer Seite habe ich Euch gebeten, etwas über Euch und Eure Gottes
Erfahrung zu berichten. Und hier möchte ich mir erlauben, mir den Raum geben, von Gottes Wirken in meinem Leben
und das, was mich so sehr berührt, zu schreiben.
Wir Christen schöpfen Gottes Wort aus der Bibel. Wir sehnen uns nach diesen Worten, weil sie Weisheit, Liebe,
Wissen, Erfahrung und Erkenntnisse bringen (manchmal versteht man Seine Worte nicht sofort... besonders die Ereignisse,
die wir im Alten Testament lesen, irritieren manchmal - doch spiegeln sie (nach meiner Erkenntnis)
unser eigenes Leben wider).
Doch es ist nicht nur das geschriebene Wort. Es ist das Wort Gottes, das wir in uns hören, ein leises Flüstern,
ein Flüstern, das durchdrungen ist von Liebe, Führung, Verständnis und Sehnsucht (ja, Gott sehnt sich nach uns, wie
wir uns nach Ihm, nach der Liebe sehnen); und dieses Flüstern hört jeder (man könnte es auch Intuition nennen).
Wenn ich mich auf Gott konzentriere, sei es in der Konversation mit Gott, also im Gebet, im Alltag oder wo auch
immer ich gerade bin, spüre ich es: Die sanften, duftenden, leuchtenden Töne Seiner Liebe, die Er in meiner
Seele, in meinem Herzen spürbar hinein sendet. Es ist tatsächlich so: Sie wahrzunehmen, sie dankbar anzunehmen,
ohne sie festhalten zu wollen. Sende ich Ihm meine Töne der Liebe zurück, dann verstärken sich unsere Töne und
es entsteht eine nicht hörbare, aber hörbare Melodie in mir. Ich kann sie weder greifen, noch begreifen.
Sobald ich sie versuche einzufangen, ist sie nicht mehr da; vielleicht ist dann der Nachhall Seiner Liebe noch
zu hören, doch die Sehnsucht, sie wieder zu hören, sie zu spüren wird größer, stärker, tiefer.
Und wenn sie wieder da ist, wenn Seine nie endende Liebe "wieder da" ist, dann wird der Seelenschmerz gelindert.
Wie der Wind, der den Schmerz dreht, oder, wie Jens es noch anders ausdrückt, verliebt in die Liebe zu sein.
Ich habe ein wunderbares Erleben mit dem Heiligen Geist erfahren dürfen; ich hatte einst den Heiligen Geist
gefragt, wer bist du, wie beschreibst du dich? Einige Tage später erfuhr ich Seine Antwort im Gottesdienst:
Ganz sanft kletterte der Heilige Geist in mein Herz und erfüllte es. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl,
wie Er mich berührt hatte.
Alles war voller Licht, mit Seiner Liebe durchflutet. Ich fühlte mich angenommen, angekommen, voller Frieden und
Freude. Seine feinen Worte durchstreiften meine Seele, liebkosten sie geradezu. Und dann kam noch das:
Der Heilige Geist ist verliebt in Dich..., hörte ich. Ich muss gestehen, dann war es aus mit mir. Solch eine
wunderbare Erfüllung habe ich noch nie erlebt und trotzdem glaube ich, dass der Heilige Geist 'nur' "Hallo"
sagte, an die Tür klopfte, sich vorstellte. Er gab mir viele Antworten, Er stillte meinen Durst.
Auch wenn ich dieses intensive Gefühl des Heiligen Geistes nicht immer spüre, merke ich doch, dass Er da ist.
Es ist wirklich interessant: Greifen kannst du Ihn nicht, aber sich auf Ihn besinnen ist Sein Wirken in uns.
Ich stelle mir das so vor: Wenn ich einem Menschen, den ich liebe, nicht sage, dass ich ihn liebe, dann wird
er sich nicht auf meine Liebe, die ich für ihn spüre, besinnen und antworten können. Deshalb besinne ich
mich auf den Heiligen Geist so oft ich am Tag kann (egal, wo ich bin) und flüstere Ihm zu, "ich liebe Dich."
Was kann ich noch dazu sagen? Das hier:
Sonnenstrahlen