Jens Böttcher:
Steiner

oder: Die merkwürdige Lebensreise eines möglicherweise zurechtverrückten Gemüts auf dem Weg zu einem unbekannten Ziel, an dessen Erreichen sich nicht geringe Hoffnungen knüpften

Steiners Geschichte: "Es gibt wohl auch Leben, die so langweilig sind, dass man lieber sterben würde, als ihr Hauptdarsteller zu sein. Meine Geschichte war alles andere als sterbenslangweilig. Ich war immerhin verrückt geworden." (Steiner)

Johannes Steiner - Anhänger einer Melancholie und Schwermut, Pseudo-Irrer und neurotischer Sinnsuchender - lebt ein Leben in verschwenderischem Reichtum und stumpfsinniger Langeweile. In einem Sanatorium, in das er sich eigenmächtig einweist, hofft er, seinen Seelenfrieden zu finden. Seine "biographischen Aufzeichnungen" schildern seinen Weg als Anti-Helden und gedankenüberladenen Sonderling. Er begegnet schrägen Möchtegern-Teufeln, schrillen Exzentrikern und Karl-Günther Buddha, der von seiner unantastbaren Heiligkeit überzeugt ist.
Scharfen Blicks entlarvt Steiner Skurriles und Hintergründiges und nähert sich in seinen Gesprächen mit den Mitbewohnern immer mehr dem Glauben an einen liebenden Gott. Voller Hoffnung kehrt Steiner schließlich in eine Welt jenseits des Sanatoriums zurück und muss resigniert und erschüttert feststellen, dass ihm diese Welt gänzlich verschlossen bleibt. Was wird er nun tun? Ein Weg zwischen Selbstzerstörung und leiser Hoffnung beginnt.





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