Trauer, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit, Schmerz - psychischer wie auch körperlicher -, Hilflosigkeit, Ausweglosigkeit, Verlassensein...

Kennst Du eines oder mehrere dieser genannten Gefühlszustände? Was half Dir, aus diesen Gefühlslagen heraus zu kommen? War es eine Berührung, ein warmes Wort einer liebevollen Person, eine Umarmung, Verständnis, ein Lied? Den Seelenschmerz teilen, durch Trostspenden hilft, aus diesen Wirren des emotionalen Zustandes herauszukommen.

Trost trägt etwas von Treue, innerer Festigkeit, Ermutigung in sich.

Wie wertvoll ist es, einen Menschen an seiner Seite zu wissen - den Partner, die Partnerin, einen Freund, ein vertrauter Mensch (in der Nähe oder in der Ferne). Doch es gibt immer mehr einsame Menschen, die des Trostes bedürfen. Oder Menschen, die kein klares Ziel mehr vor Augen sehen, weil sie sich von der Gesellschaft ausgeschlossen fühlen, kaum mehr Vertrauen in einen Menschen, ins Leben finden können? Wie bekommen diese Menschen Trost?

Es sei einmal liebevoll beiseite gestellt, ob Du jemanden neben Dir wähnst oder Du Dich alleine fühlst. Aus meiner Erfahrung habe ich etwas erkannt und möchte Dir eine Frage stellen: Hast Du jemals die starke Kraft von Jesus Christus gespürt, der Dich - trotz Seiner zunächst scheinbaren nicht vorhandenen Körperlichkeit - umarmen und trösten kann? Hast Du je Seine Liebe wahrgenommen, als Du Trost brauchtest und Ihn batest, Dich zu halten, Deine Last zu nehmen? Oder Seine Stärke gespürt, wie Er Dich halten kann?

Ganz ehrlich: Ich bin oft alleine, und manchmal finde ich keinen zwischenmenschlichen Trost - wie eine Umarmung -, um die Schmerzen meines vernarbten Himmelherzens zu stillen - um mit den Worten von Jens zu sprechen. Doch Gebete haben mir immer wieder aus diesen Schmerzen, dieser manchmal einsamen Hilflosigkeit heraus geholfen. Das flehende Bitten um die Anwesenheit von Jesus Christus, der plötzlich mein Herz ergreift, es wärmt, kühlt, heilt, sanft streichelt und es beruhigt in mich wieder hineinsetzt, hilft mir aus diesen einsamen Zeiten.
Es ist wie ein: Am Ende des Tages legt sich eine Hand auf unseren Schmerz...
...und plötzlich erhältst Du Worte eines lieben Menschen...

Mir hilft noch etwas anderes, dass ich aus der trostlosen Situation heraus komme: Mich bei Gott zu bedanken, von ganzem Herzen, für diese Situation, für diesen hoffnungslosen Moment. Ihm von ganzem Herzen danken, dass Er diese Situation geschaffen hat! Gott, der Schmerzen zufügt und Seine Heilung an uns vornimmt, Er, der alles schafft und schöpft. Ihn teilhaben lassen an unserem Leid, an unserem Sein, an dem Prozess Seiner aus Gnade geschenkten Heilung. Es hört sich komisch an: Daran wachsen wir! An jedem Schmerz... eine Gnade?!
Glaube mir, ich bin dadurch gesegnet worden! Mehr als das, Gott ist als die Liebe in mein Leben gekommen und hat mein Herz mit Seinem Licht, mit Seiner Liebe erfüllt.





Und es gibt noch einige Beispiele mehr aufzuzählen, die mir helfen, Trost zu finden: Verständnis für sich selbst zu haben, sich in den schweren Momenten einzugestehen, dass man sich selbst wertvoll sein darf (siehe Psalm 139) - auch wenn man das Gefühl hat, scheinbar abgelehnt zu sein -, zu wissen, dass Gott einen liebt und Seine Liebe wahrzunehmen... und mir hilft noch etwas: Musik.


Natürlich habe ich an Songs von Jens gedacht, die mir in diesen Situationen beistehen.
Sie bedeuten Trost für mich... alleine schon, wenn ich die Gitarre höre, die beruhigt und so tief wirkt.
Doch auch der Text hat es in sich! Deshalb diesmal kein geschriebener Text zu beiden Songs, sondern nur die Lieder selbst.











Und ich habe an diese Worte gedacht, die wie Musik in meinem Herzen erscheinen - sie sind etwas ganz besonderes für uns Menschen:

Die Seligpreisungen der Bergpredigt, aus Matthäus 5, 2 - 12

Gott segnet die, die erkennen, dass sie ihn brauchen, denn ihnen wird das Himmelreich geschenkt.
Gott segnet die, die traurig sind, denn sie werden getröstet werden.
Gott segent die Freundlichen und Bescheidenen, denn ihnen wird die ganze Erde gehören.
Gott segnet die, die nach Gerechtigkeit hungern, denn sie werden sie im Überfluss erhalten.
Gott segnet die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erfahren.
Gott segnet die, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott sehen.
Gott segnet die, die sich um Frieden bemühen, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.
Gott segnet die, die ihr Leben Gott ganz zur Verfügung stellen, denn das Himmelreich wird ihnen gehören.
Gott segnet euch, wenn ihr verspottet und verfolgt werdet und wenn Lügen über euch verbreitet werden, weil ihr mir nachfolgt.
Freut euch darüber! Jubelt! Denn im Himmel erwartet euch eine große Belohnung. und denkt daran, auch die Propheten sind einst verfolgt worden.



Psalm 23 - ein Trost in schwerer Zeit und Not



1. Könige 8, 46 - 53
König Salomo hat den Auftrag Gottes erfüllt, den Er zunächst König David übergeben hatte (der aber den Auftrag nicht erfüllen konnte, weil er Gott gegenüber ein Unrecht tat... doch Sein Licht schien über David, so dass sein Sohn Salomo den Auftrag ausführen durfte), einen Tempel für Gott, den Herrn zu bauen. Eine wunderschöne Bibelstelle ist diese, als König Salomo den Tempel einweiht und ein langes Gebet zu Gott sprach, Ihn einlud, in Seinem Tempel zu wohnen, zu vergeben, zu heilen, zu helfen.

Noch dies kurz angemerkt: Damals benötigten die Menschen einen sichtbaren Halt, um Gott anzubeten. Das ist ja auch relativ verständlich, lebten sie damals in einer Zeit, in der das Leben jeden Tag von Gefahren, die wir uns heute kaum mehr vorstellen können, bedroht war. Dort fanden sie Schutz, um in Ruhe zu beten. Außerdem bot so ein Tempel Schutz vor Feinden, die vor der Macht Gottes in Repräsentation der Größe des Tempels in Ehrfurcht versanken und erkennen mussten, welche Kraft und Stärke Gott hat!
Jesus sprach zur Samariterin in Johannes 4, dass eines Tages, und im Grunde hatte damals die Zeit schon begonnen, die Menschen Gott im Geiste anbeten würden. Und hier sind wir schon!

Somit blicken wir gemeinsam in den Tempel auf König Salomo, der gerade mit hocherhobenen Händen vor dem Altar Gottes kniet, tiefe Worte des Gebetes ausspricht; der Tempel ist gefüllt mit Menschen, die gebannt zu hören, selbst tief im Gebet sind und das Gebet Salomos verstärken:

"Wenn sie gegen dich sündigen - denn welcher Mensch wäre ohne Sünde? -, dann wirst du vielleicht zornig sein über sie und sie ihren Feinden ausliefern, die sie in ein fremdes Land verschleppen, es sei nah oder fern.
Doch vielleicht wenden sie sich in ihrem Exil voller Reue wieder zu dir und sagen: 'Wir haben gesündigt, wir haben Böses getan und schlecht gehandelt.' Wenn sie sich dann von ganzem Herzen und von ganzer Seele im Land ihrer Feinde, die sie gefangen nahmen, wieder zu dir zuwenden und zu dem Land hingewandt beten, das du ihren Vorfahren geschenkt hast, und zu dieser Stadt, die du erwählt hast, und zu diesem Haus, das ich zur Ehre deines Namens gebaut habe, dann höre ihre Gebete im Himmel, wo du wohnst. Verhilf ihnen zu ihrem Recht und vergib deinem Volk, das gegen dich gesündigt hat und dir untreu war. Lass es Gnade finden bei seinen Feinden und Unterdrückern, denn es ist dein Volk - dein Eigentum -, das du aus Ägypten herausgeführt hast wie aus einem glühenden Ofen."

Kannst Du Dir vorstellen, dass Du Dein eigenes Land hast, in dem Du von Feinden gefangen genommen worden bist, dass, wenn Du etwas getan hast, von dem Du von Beginn an wusstest, dass es nicht in Ordnung sein kann, es zu tun, in ein tiefes Loch gefallen bist, das in Selbstvorwürfen, Schwermut, Traurigkeit, Versagen oder Depression getaucht ist?
Das bezeichne ich als dieses persönliche "Feindesland".

Wie oft habe ich Gott, meinen und unseren Vater, angefleht, gebeten mich aus diesem Loch des Engerwerdens herauszuholen, mich zu erretten, wie oft und immer wieder habe ich im Erkennen meiner Fehler mein Leben schon Jesus übergeben... nur um aus dem Land, in dem ich gefangen war, herauszukommen, befreit zu werden, um neu mit Ihm anzufangen?!
Wisst Ihr was nach meinem flehenden Gebet passiert ist? Meine Seele wurde ruhig, ganz ruhig, so als ob ich aus diesem Loch von einer mächtigen Hand herausgehoben würde. Dann streichelt eine große, starke Hand mein Herz, lässt Licht und Liebe hinein strömen und setzt es wieder an die Stelle, an der es schlagen soll. Da erkenne ich immer wieder, wie sehr Gott mich lieben muss und mich immer wieder aus dem Land meines Feindes - der ich doch selbst bin: ich mit meinem Ego, dem Egoismus, dem Stolz, der so viel zunichte machen will, dem ich-will-in-erster-Reihe-stehen (und dabei mehr ist als ein ToterMann) - entfliehen lässt, dass ich zu Ihm komme.
Das Alte Testament hat unglaublich viele Metaphern auf unser heutiges Leben. Wir Menschen haben uns im Grunde doch gar nicht so sehr verändert von damals vor 3000 Jahren vor Christus bis heute 2000 Jahre nach Christus.
Wie oft hat Gott das Lebensmeer für mich geteilt, damit ich dort hin kommen kann, wo ich hinkommen wollte, weil Er mein Herzensgebet erhört hatte und eben diesen Herzenswunsch in mein kleines Herz legte.
Gott ist ein guter Gott!

Lies doch mal diese Worte aus Psalm 107, dabei werde ich zuerst eine Stelle mitten aus diesem Psalm zitieren und will Dich daran erinnern: Versuche die Worte auf Dein Leben zu übertragen, auf Deine Seele, je weniger Du auf Dich und auf sie achtest, umso mehr verläufst Du Dich, siehst den Weg nicht mehr... weißt Du, was ich meine?

Psalm 107, 33 - 43:

Er verwandelt Flüsse in Wüsten
und Quellen in trockenes Land.
Aus fruchtbarem Land macht er eine
Salzwüste
wegen der Bosheit der Menschen, die
dort leben.
Doch er verwandelt die Wüsten wieder
zu einem wasserreichen See
und dürres Land zu Wasserquellen.
Er holt die Hungrigen herbei, damit
sie sich dort niederlassen
und ihre Städte bauen.
Sie besäen ihre Felder, pflanzen
Weinberge
und fahren reiche Ernte ein.
Und er segnet sie mit vielen Kindern
und versorgt sie mit großen
Viehherden.

Wenn sie, gebeugt von Sorge und
Not, weniger wurden,
bestraft der HERR ihre Fürsten mit
seiner Verachtung
und lässt sie in Wüsten ohne Weg
umherirren.
Die Armen aber rettet er aus der
Not
und lässt ihre Familien wachsen wie
riesige Schafherden.

Die Gottesfürchtigen* werden es
sehen und sich freuen,
die Bösen aber müssen verstummen.
Wer weise ist, der achte auf diese
Dinge, und er wird erkennen,
wie die Gnade des HERRN in der
Geschichte am Werk ist.

*(Anm. des Webmasters: die, auf sich achten, die, die Gott ehren)


Und hier noch ein Ausschnitt, dem ich aus meinem Leben und persönlichen Erleben nur zustimmen kann!

Psalm 107, 23 - 32

Manche befuhren mit ihren Schiffen das
Meer,
um Handel zu treiben auf den
Ozeanen der Welt.
Auch sie sahen die Taten des HERRN,
seine Wunder in den Tiefen des
Meeres.
Er sprach ein Wort, und Stürme
tobten
und die Wellen türmten sich auf.
Die Schiffe wurden zum Himmel
emporgehoben
und wieder hinab in die Tiefe
geschleudert,
dass die Seeleute vor Angst zitterten.
Sie torkelten und taumelten wie
Betrunkene
und wussten nicht mehr aus noch ein.
Da schrien sie zum HERRN in
ihrer Not,
und er rettete sie aus ihrer
Verzweiflung.
Er verwandelte den Sturm in Stille
und beruhigte die Wellen.
Da freuten sie sich, dass es still
geworden war
und er führte sie sicher zum
ersehnten Hafen.
Sie sollen dem HERRN für seine
Gnade danken
und für die Wunder, die er an ihnen
getan hat.
Sie sollen ihn öffentlich vor der
Gemeinde rühmen
und vor dem Rat der Ältesten loben.


Zum Schluss ein Satz von König Salomo, der ein unglaublich weiser Mann war; warum? Weil er Gott um Weisheit und Erkenntnis bat...

Jedes Herz hat seine eigene Bitterkeit und auch seine Freude kann kein anderer vollkommen mit ihm teilen (Die Sprüche Salomos 14, 10)